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Tramadol per Fernbedienung

Auch ohne Möneli Fasnacht bleibt „Donnschtigjass“, was es ist: eine langweilige Sendung für Senioren, Grenzdebile und Nationalisten, die sich über das helvetische Fernsehprogamm definieren. Die erste Sendung mit Roman Kilchsperger startet in Ermatingen, einem romantischen kleinen Dorf im Kanton Thurgau. Wir lernen Hausi national, die legendäre Öpfelkönigin sowie Reto Scherrer kennen. Und wir wundern uns für einmal nicht, warum niemand deren furchtbaren Dialekt leiden mag.

Roman Kilchsperger gibt sich eigentlich wie gehabt. Nerds werden sich an verstörende Gameshows erinnern. Er trägt einen gut geschnittenen Anzug, der ihn trotz Falten und hängendem Hintern dynamisch erscheinen lässt. Nach Jürg Randegger (national), Kliby und Karoline sowie Möneli und ihrem Hund (RIP), erscheint Roman K. als würdiger Nachfolger. Zwar bleibt der Witz, die Sympathie sowie die Identifikation des weiblichen Publikums mitte fünfzig auf der Strecke, doch für einen kurzen Moment leuchtet mein Sarcasm-Detektor auf, wenn Roman eine Bodensee-Schleie in die Freiheit entlässt oder von Maja „Kaffi und Chueche“ Brunner angesungen wird. Und so nimmt man nicht nur die unbedingte Gastfreundschaft des verrohten Volkes der Thurgauer mit, sondern auch einen wunderbaren Sonnenuntergang sowie das lustige Wettrennen um Apfelbäume mit der Königin im Körbchen und eines leidlich spritzigen Promis namens Hausi. Balterswil lebe hoch.

P.S. Birgit Steinegger alias Micheline ist live genau so wenig witzig wie sonst.

 

 

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