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Tatort Luzern – Geburtstagskind

Ein 14 jähriges Mädchen feiert Geburtstag und wird kurz darauf tot aufgefunden.
Das Mädchen war schwanger.

Nun beginnt das wilde Treiben und Aufklären.
Verschiedene Leute sind verdächtig. Da ist der Vater, ein blonder, verlauster Mann mit offensichtlichen Problemen. In der Schweiz wird so einer „Querulant“ genannt. Der Freund des Opfers, Fabian, ist ebenfalls verdächtig, das minderjährige Mädchen getötet zu haben.

90 Minuten lang kreisen wir Zuschauer mit Kommissar Flückiger um das Geheimnis der Toten. Natürlich hat dieses mit der Glaubensgemeinschaft des Stiefvaters zu tun. Religion im Tatort ist schliesslich immer böse und schicksalshaft. Da kann nicht mal die Twin Peaks-Stimmung dagegen halten.

Was dem geneigten Zuschauer im Gedächtnis bleibt, ist die Kameraführung. Die Bilder sind grossartig. Trübe. Hoffnungslos. Zuletzt blaustichig.

Grossartig fand ich, trotz weniger Szenen, die junge, unverbrauchte Carla Chiara Bär als Opfer Amina Halter. Ihre Augen werde ich sehr lange nicht mehr vergessen. Stefan Gubser als Reto Flückiger ist markig, sensibel, doch trotzdem in seinen starken Emotionen nicht überzeugend. Delia Mayer hingegen fesselt. Ihre Mimik, ihre Gestik, ihr in Falten geworfenes, schönes Gesicht ist das Gewissen der Folge. Ihr nimmt man die Betroffenheit ab.

Nachtrag: Zum allerersten Mal war der Schweizer Tatort für mich auch in der „hochdeutschen“ Übersetzung erträglich. Ob das daran liegt, dass der Drehbuchautor Schweizer ist?