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#zürcherprozesse

Ich war gespannt.
Eine Zeitung wird angeklagt.
Ein Experiment.
Eine Gerichtsshow.
Warum nicht?
Von zuhause aus macht sowas Spass. Da sind Bier, Mann und Katze in Griffnähe.
Keine nervigen Rentner.

Der erste Frust kam früh und unverhofft:
Die Livecam von SRF funzt nicht. Fast 40 Minuten lang geht gar nichts.
Wir verpassen die Rede von Jürg Ramspeck und Kurt Imhof. Ich hoffe mal schwer, dass das ein Verlust war. Auf der vielgepriesenen interaktiven Seite ist schnell einmal tote Hose und Unmut angesagt. So hat man sich das dann doch nicht vorgestellt.
Auch auf twitter läuft wenig. Schade.

Ich staune über Herrn Nays Ausdrucksweise. Läuft das in einem Gericht wirklich so ab?
Seine Stimme ist ja sympa, aber sein zeitweises Stocken verstört mich.

Dann spricht Spescha. Bedacht. Langsam. Ich bemerke die Schwere des Tages und kann mich knapp dagegen wehren, einzunicken. Misiks Stimme holt mich zurück. Ich mag seine Ausdrucksweise.

Landmann spricht ebenfalls langsam. Die Katze schnarcht leise dazu.
Ich muss an das kleine Fernsehspiel denken.
Da war ich wohl noch ein Kind.
Alles war künstlich.
Ist es das nun auch?

Zanetti tritt auf. In Züridütsch.
Das fällt auf. Alle anderen haben hochdeutsch gesprochen.
Die Stimmung wird offensichtlich gelöster. Lockerer.

Schliesslich spricht Friedmann.
Mit seiner Stimme führt er die Zuhörenden sicher durch Untiefen und Höhen. Was für ein Redner.
Am Ende klatschen sie alle.
Wer hat nun gewonnen?

Ach. Es geht ja noch weiter. Heute.