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Tatort: Willkommen in Hamburg – Kann ich meinen Rollstuhl wieder haben?

Das werden wohl die meisten Zuschauer der ARD gedacht haben, während sie diesen einen, ersten Tatort mit dem ach so talentierten, nuscheligen und einst so wunderschönen Til Schweiger sahen.

Ich bin definitiv kein Til-Schweiger-Fan. Ich würde nicht behaupten, dass ich ihn hasse. Aber verstehen tue ich ihn auch nicht. Kein einziges Wort. Und das liegt nicht daran, dass ich Schweizerin bin.

Umso gespannter war ich auf den 865sten Tatort mit dem Titel „Willkommen in Hamburg“. Natürlich gehts um Prostituierte. Wie könnte es auch anders sein? Im guten deutschen Tatort erkennt man sie übrigens daran, dass sie rot oder leopardenfarbig gekleidet sind.

Til Schweiger ist Nick Tschiller. Warum auch immer.
An seiner Seite spielt Fahri Yardim Yalcin Gümer. Und er macht das grossartig. Für mich ist Yardim das Highlight dieses Tatorts, auch wenn eine gewisse Gefahr besteht, dass er in zukünftigen Folgen einfach den Comic Relief gibt. Gottseidank gibts nur eine Folge pro Jahr.

Christoph Darnstädt hat das Drehbuch geschrieben. Dass er das kann, verwundert ja wohl keinen, hat er doch schon „Das Experiment“ und einige Borowski-Drehbücher verfasst. Ich mein‘, für Sätze wie „Kann ich meinen Rollstuhl wieder haben?“ oder „“Wer hat das Rolli-Taxi bestellt“ gebührt diesem Mann ein Bambi. Mindestens.

Christian Alvarts Regie gefïel mir sehr gut. Zwar ist das dämliche Geballere nicht so mein Ding, doch die Kamerafahrten, die ruhigen Momente und der Showdown machten mir Spass.

Mein Fazit: Til Schweiger ist definitiv austauschbar. Ich habe mehr oder weniger keinen einzigen Satz verstanden, den er gesprochen hat. Vielleicht sollten für solche Fälle wirklich Untertitel aufgeschaltet werden. Dann sind wir Schweizer mit unseren unverständlichen Tatorten wenigstens nicht mehr alleine.