Tatort Münster: amour fou!

Vor zehn Jahren habe ich sie zum ersten Mal gesehen. Und mich verliebt. In alle beide.
Als „Der dunkle Fleck“ lief, sass ich fassungslos vor dem Fernseher.
Ich weiss nicht, wie oft ich geheult habe vor Lachen.

Ein Jahr später sah ich dann „3x schwarzer Kater“. Dieser eine Tatort hat mich von der ersten Minute an fasziniert. Ich finde ihn überaus witzig, toll geschnitten und die Dialoge sind für mich, als Autorin, einfach ein Traum.

Thiels Charakter hat sich über die letzten Jahre immer weiter entwickelt. Man glaubt, ihn zu kennen, wenn man ihn sieht. Und auch Karl-Friedrich Boerne, KaEff für seine Freunde, ist nicht einfach ein Gerichtsmediziner, sondern ein wahrer Freund von Anfang an. Auch die anderen Protagonisten, Frau Krusenstern, der Herr Staatsanwalt, Alberich und Vaddern Thiel liegen dem geneigten Münsteraner Fan nahe am Herzen.

Die echten Hardcore-Tatortfans bemängeln natürlich den Humor. Das darf ja auch gar nicht sein!
Ein richtiger deutscher Kommissar darf weder Witze reissen noch St. Pauli-Fan sein. Wenn ich allerdings die Wahl habe zwischen Schimanski, der rohe Eier frisst und Thiel, der sich zusammen mit Boerne in der Waschküche verbrüdert, weiss ich, für wen mein Herz schlägt.

Am 25.November um 20.15 läuft „Das Wunder von Wolbeck“ auf der ARD.