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Tatort Luzern: Lasst uns mal ein Brainstorming machen!!

Mir scheint, als wäre der heutige Tatort „Aussicht mit Hanglage“ genau unter diesem Motto von eifrigen Dramaturgie-Azubis zusammengebastelt worden.

„Liebe Lernende, bitte schreibt doch mal alles auf, was euch zum Thema „Luzern“ in den Sinn kommt!“

„Das Verkehrshaus!!“

“Sehr gut!“

„Die Hotelfachschule“

“Prima!!“

„Das KKL“

“Wunderbar. Das wird unsere kulturell veranlagten Freunde besonders begeistern!

„Das Rütli“

“Toll, damit kriegen wir auch die Zuschauer jenseits der 70 vor den Bildschirm.

„Die Kapellbrücke?“

“Näää. Die hatten wir doch schon letztes Mal.“

Wer den Tatort einigermassen nüchtern hinter sich gebracht hat, einige meiner Freunde werden wissen, dass dem nicht so war, wird sich gefragt haben: wie viel Klischee kann man in einen einzigen Film pressen? Wir wissen jetzt: die Schmerzgrenze liegt sehr hoch. Beim Schweizer Tatort hat so ziemlich alles Platz: die Bankenkrise, die Deutschen, die serbelnde Hotellerie. Man mixe einfach noch ein paar gute Schweizer Schauspieler dazu, die Bergler zu spielen haben und so ziemlich jeden Dialekt sprechen ausser demjenigen aus der besagten Region.

Worum’s im Tatort ging? Interessiert Sie das wirklich? Bei unseren deutschen Nachbarn haben wir doch den Ruf, dass es in unseren Krimis einfach um Trachten, sonnensprossige Heidis und ab und zu um einen gefallenen Politiker geht. Und am Ende darf der Kommissar das Mädchen küssen. Das ist keine neue Entwicklung. Das war bei uns schon immer so.

Es isch eso und fertig.

4 Comments

  1. Sandra wrote:

    Genau so war es und fertig. Ich überlege noch immer, wie eigentlich die Geschichte lief, ich muss das ob all der witzigen Helvetismen übersehen haben, und ob da ein roter Faden war. Egal. Wir sind durch. Und ich freue mich wieder auf Münster.

    Sonntag, August 26, 2012 at 21:55 | Permalink
  2. Ray wrote:

    …wobei, die gefallenen _deutschen_ Politiker liegen bei uns ja in den Hotelbadewannen rum. Tot.

    Womit wir wieder beim Thema wären.

    Sonntag, August 26, 2012 at 21:56 | Permalink
  3. Clemens wrote:

    Also immerhin war das Luzernerisch des Kantonsrats original 😉
    Und IMHO gabs gar nicht soo viele Klischees: Die Kapellbrücke nicht zu sehen, das Bourbaki, Goethe-Haus, Pilatus nir aus der Ferne; was Stefan Kleiser meint, kann ich so nicht ganz teilen: http://blogs.landbote.ch/tv/9475/2012/08/24/der-tatort-als-hort-der-klischees/

    Sonntag, August 26, 2012 at 22:02 | Permalink
  4. Zora wrote:

    also, ich fand den nicht schlecht. eigentlich hab ich sogar gegrinst. aber irgendwie ist die synchro einfach ein problem und in 90 minuten film wird zu viel reingedrückt. danke für eure kommentare!!

    Sonntag, August 26, 2012 at 22:11 | Permalink

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