Tatort: Król lacht nicht.

Ich bin seit Jahren ein grosser Fan von Joachim Król. Er ist einer der wunderbarsten, berührendsten Schauspieler Deutschlands. Umso mehr habe ich mich darauf gefreut, dass er eine Rolle im „Tatort“ übernimmt. Seit ein paar Monaten ist er der Mann aus Frankfurt, Frank Steier.

An seiner Seite agiert die umwerfende Nina Kunzendorf und mehr als einmal hab ich ihretwegen gegrinst. In „Der Tote im Nachtzug“ läuft die gute Nina in ihrer Rolle als Conny Mey zur Höchstform auf: Sie latscht den halben Film lang in labbrigen Jogginghosen rum, dann wieder sieht sie aus wie eine Bordsteinschwalbe, verführt fast den Kommissar mit ihrem „je-ne-sais-pas-quoi“-Charme und landet schlussendlich mit Thomsen alias Benno Führmann in der Kiste.

Die Story ist schnell erzählt: ein Mann wird erschossen, ein anderer, offensichtlich ein Dealer flieht. Er erpresst die hochschwangere Ehefrau, wird am Ende selber getötet. Was bleibt, ist das Versprechen der beiden Kommissare Stillschweigen über die Geschichte zu bewahren, ein bisschen BKA und Männer in Uniformen und die Auszahlung einer Risiko-Lebensversicherung.

Highlight der Sendung ist das Schauspiel des an Panikattacken leidenden Kommissars. Król gibt ihn so eindringlich, dass wir mit Frank Steier leiden und ihm schlussendlich wünschen, dass er bald wieder in seinem eigenen Bett, wenn möglich mit der Mey, schlafen kann.