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Zähl jeden Rappen! Aber nicht, wenn er schwarz ist.

Ist doch kaum zu glauben, dass das momentan unterhaltsamste, weil nützlichste Format im Fernsehen eigentlich eine Radiosendung ist.

Drei immer gut gelaunte Moderatoren leben sechs Tage lang in einer Glasbox auf dem Bundesplatz in Bern. Leben? Naja, sie nehmen nur flüssige Nahrung zu sich. Gerüchte, dass die Moderatorin so versucht abzunehmen, sind als boshaft abzustempeln.

Warum tun sie das?
Die drei Moderatoren Nik, Tom und Anic tun das, was man Schweizern eigentlich nicht wirklich zutraut: sie spenden für einen guten Zweck und reissen damit alle Eidgenossen mit. Da sammeln Kinder mit selbst gebackenen Keksen, Omas mit handgestrickten Socken, der Trucker ruft seine Kollegen auf per Radio auf zum Kohle abgeben und per SMS kann ebenfalls ein Betrag gespendet werden.

Wie schon im letzten Jahr schwappt eine Welle der Solidarität über das Land hinter den sieben Bergen. Mitbürger schmeissen durch einen schmalen Schlitz schwer verdientes Geld in den Glascontainer, Verliebte wünschen sich ihren Song im Radio und zahlen dafür, Auktionsfans können ihren persönlichen Lieblingssänger ersteigern und anschliessend mit ihm essen gehen.
Charity geht neue Wege. Da wird jeder mögliche Kanal genützt, auch wenn’s nur ein Rinnsal ist.

Was bleibt, ist die bange Frage nach der Nachhaltigkeit. Gelangt das Geld wirklich zu denen, die es brauchen? Wieviel bleibt für Bürokratie und Bestechung auf der Strecke?

Doch alle diese Fragen sind nun unwichtig und spielverderberisch, wenn eine Bewegung der Wohltätigkeit und Nächstenliebe (wir erinnern uns an Abstimmungsergebnisse der vergangenen Wochen) durch die Bevölkerung geht.

Auf ein Neues, jeder Rappen zählt!