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Dann doch lieber harten Alkohol.

Wer am Samstagabend ohne viel Chemie oder Alkohol sein Hirn betäuben wollte, war auf SF1 richtig. „Starnacht aus der Jungfrau Region“ hiess die gross angekündigte Show und wir tvreal-Aktivisten ahnen Schreckliches.

Die Gastgeber waren der knuddelige, radebrechende Sascha Ruefer, den man an der Olma auf jeden Fall eine Mehrzweckraffel abkaufen würde sowie die auf elegant getrimmte Schlagertante Monique.
Von ihr wissen wir dank Blick, dass sie keinen ausserehelichen Sex braucht. Wer der eigentlich gut erhaltenen Monique das grelle, rote Kleid aufgedrückt hat, muss entweder ein Sadist oder farbenblind sein.
Und irgendwie war da noch Peter Marvey, der von Ruefer enthusiastisch bei jeder Ansage erwähnt wurde. Wer nie Glanz & Gloria kuckt, und das wird in der relevanten Altergruppe niemand sein, weiss auch nicht, dass dieser gutaussehende Mann Magier und in Las Vegas irre erfolgreich ist.
Was er dann in drei Teufels Namen in dieser Show macht, ist unklar. Dass er am Ende der Show Schnee fallen lässt und in Zeitlupe herumtänzelt, lässt Mitleid aufkommen.

Das Motto der Sendung war klar: Stars. So war es denn auch. Singendes Gemüse wie Al Bano, die wunderbare Damenimitatorin Maja Brunner sowie der ewig junge Mambo No5 trällernde Lou Bega traten auf. Leider wurde dem viel versprechenden Titel nicht Rechnung getragen. Wer so wie Bega die Deutschen und die trägen Schweizer zum Tanzen gebracht hat, braucht mindestens zwölf, anstatt drei, ewig grinsende Hupfdohlen an seiner Seite. Warum Francine Jordi für einmal keinen tiefen Ausschnitt in die Kamera hält, war für uns unergründbar. Einige Fans werden enttäuscht den Fernseher ausgemacht haben.

Rainhard Fendrichs Auftritt wäre noch so ein Höhepunkt gewesen, leider schafft der Gute es nicht mehr, mit seinem Playback mitzuhalten. Und wenn Ruefer ihn am Ende fragt, worüber er nervöser ist, Geburt seines Kindes oder neue CD, wissen wir, dass das die dümmste Moderatorenfrage aller Zeiten war.