Wenn der Montagabend nicht enden will.

Jaja, der Montagabend im Schweizer Fernsehen. Man weiss gar nicht, wo man schauen soll. Die Höhepunkte übertrumpfen sich gegenseitig. Da läuft auf dem ersten Kanal der Schlagersommer, eine Collage von peinlichen Schnulzensängern (Achtung Pleonasmus!), handglismeten Interviews und Stimmungsbildern von bekifften mittelalterlichen Konzertbesuchern. Da bleibt einem nichts anderes als umzuschalten. Vielleicht auf SF2, dem sogenannten Serien-,Sport- und Kindersender?

Leider ist da nicht viel mehr los als eine ausgelutschte Folge Grey’s Anatomy. Oder interessiert es Sie etwa wirklich, ob Meredith noch mit Mc Dreamy rummacht/verheiratet und Bailey noch immer der Nazi ist??

Dann doch lieber wieder zurück auf SF1. Dort läuft nämlich der Quotenrenner des Sommers: Üsi Badi. Ich habe zwar schon darüber berichtet und mit mir gerungen, es nicht noch einmal zu tun. Aber: die Sendung hat doch tatsächlich ihr Zielpublikum gefunden: Leute, die nie im Leben was mit behinderten Menschen zu tun hatten und deren Hauptkriterium im Umgang zu sein scheint: Hauptsache lustig und DJ-Bobo-Fan.
Nein, im Ernst. Da gibt es mittlerweile Fanseiten auf Facebook, die sich mit den Liebesproblemen des einen, etwas polarisierenden, Protagonisten R. beschäftigen.
SF will das ganze ja weiter ziehen. Bald werden wir mit dem Einblick in den wirklichen Alltag belohnt. Toll. Das haben wir uns auch hart verdient. IV-Revision ahoi.